Wiederaufforstung im Magila-Waldreservat
Das Magila Natural Forest Reserve liegt im Nordosten Tansanias, in der Region Tanga, im Bezirk Lushoto.
Das Waldreservat befindet sich seit 1961 im Besitz der Regierung der Vereinigten Republik Tansania und ist ein wichtiger Bestandteil des lokalen Ökosystems.
Im Jahr 2018 wurde ein großer Teil des Waldes durch anthropogene Waldbrände zerstört.
Hauptursache war die illegale Herstellung von Holzkohle, die in vielen ländlichen Regionen eine der wenigen verfügbaren Einkommensquellen darstellt.
Die Brände führten zu erheblichen Schäden.
Diese verursachten den Verlust von Waldflächen und Biodiversität sowie eine Beeinträchtigung des natürlichen Wasserkreislaufs.
Dadurch ist die Wasserversorgung umliegender Dörfer ernsthaft gefährdet.







Warum dieses Gebiet wichtig ist
Das Magila-Waldreservat erfüllt eine zentrale ökologische und soziale Funktion.
Es trägt zur Wasserversorgung der Bevölkerung in der Region Lushoto bei.
Zudem ist es Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und Wildtiere.
Als Bergwald spielt es außerdem eine wichtige Rolle für Bodenschutz, Klima und lokale Landwirtschaft.
Die Wiederherstellung dieses Waldes wirkt daher nicht nur ökologisch, sondern auch direkt auf die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort.
Das Aufforstungsprojekt
Nach den Waldbränden wurde ein langfristiges Wiederaufforstungsprojekt gestartet, um die geschädigten Flächen schrittweise zu renaturieren.
Projektmerkmale:
- Pflanzung von 10 standortheimischen Baumarten
- Wiederbewaldung degradierter Flächen
- Fokus auf Biodiversität und natürliche Waldstrukturen
- Umsetzung durch ca. 26 lokale Arbeitskräfte
Seit November 2019 wurden in diesem Gebiet bereits über 150.000 Bäume gepflanzt.
Umsetzung vor Ort:
Die Wiederaufforstung wird von der lokalen Organisation Changamoto gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung umgesetzt.
Eine besondere Herausforderung ist die schwierige Zugänglichkeit des Gebiets:
Es gibt keine direkte Straßenanbindung. Setzlinge, Werkzeuge und Materialien werden traditionell zu Fuß und auf dem Kopf über weite Strecken transportiert.
Diese Arbeitsweise erfordert Zeit, Ausdauer und lokale Erfahrung –
sie stärkt jedoch zugleich die Einbindung der Bevölkerung und schafft Einkommen vor Ort.
Wirkung, die bleibt
Die Wiederaufforstung im Magila Natural Forest Reserve zeigt, wie Aufforstung dann wirksam wird,
wenn die ökologische Wiederherstellung im Mittelpunkt steht und lokale Gemeinschaften aktiv eingebunden sind.
Treesor steht hinter dem Ansatz dieses Projekts und unterstützt ihn, um langfristige Planungssicherheit und nachhaltige Wirkung zu ermöglichen.
Hinweis zur Transparenz
Treesor ermöglicht Baumpflanzungen über geprüfte und verifizierte Aufforstungsprojekte.
Die konkrete Umsetzung erfolgt vor Ort, angepasst an ökologische, klimatische und soziale Bedingungen.